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Kissling wurde 1875 in Bremen geboren. Seine Mutter. Sophia Kissling geb. Todt. war Gesangschülerin bei Rheintaler und sang im Bremer Domchor.  Adolf Kisslings Vater. Gustav Kissling. war Altphilologe und komponierte ebenso wie dessen Bruder. So bekam Adolf Kissling durch das Elternhaus früh Zugang zur Musik.

Gern wäre Kissling Musiker oder gar Dirigent geworden. jedoch hielten seine Eltern dies nicht für Erfolg versprechend. Schließlich wurde Kissling ein beliebter Pädagoge an einer Realschule in der Bremer Altstadt. Adolf Kissling selber spielte Klavier und erfreute sich als Begleiter und Mitspieler großer Beliebtheit. Zeitgenössische Komponisten interessierten ihn sehr und er selbst musizierte mit Richard Strauß. mit Reger. Pfitzner. Korngold und weiteren.

 

Er hinterließ bei seinem Tode im Jahre 1955 "24 Lieder" und eine "Sonate", die hier erstmals gedruckt vorgelegt wird. Die Sonate komponierte er in den 1920er Jahren, diese wurde erstmals in den 1950er Jahren durch seinen Sohn Karl Adolf Kissling (Violine) und später von seiner Tochter Reinholde Schulz (Klavier) aufgeführt. Nun hat seine Enkelin Susanne Schulz (Violine) das Werk neu entdeckt und zusammen mit Miyuki Motoi (Klavier) auf einer CD eingespielt (eres-CD 34).

 

Diese Sonate weist für ein "Erstlingswerk" eine erstaunliche kompositorische Reife auf und so wirft sich die Frage auf. warum Adolf Kissling nicht mehr komponiert? Vielleicht lag dies an den großen beruflichen Aufgaben und seinen familiären Verpflichtungen, dass nicht mehr Musik in seinem Haus mit dem Motto "Zum frohen Leben" geschrieben wurde.

 

Kissling, Adolf

Sonate für Violine & Klavier


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